Bauplatz Kirche Österreich

Information

Warum "Bauplatz Kirche"?

Unsere Kirche wird erst in der Endzeit zur Vollendung kommen. Durch Taufe und Firmung sind auch die Laien berufen mit ihren Talenten und Fähigkeiten am Bau mitzuarbeiten. (Christifideles Laici und Deus Caritas Est)

Ein Projekt zu einem Aggiornamento des gemeinschaftlichen Laienapostolats

Die Motivation:

Die Reichweite der Kirche in der Gesellschaft verringert sich weiterhin.

  • Insbesondere die katholischen Laien sind herausgefordert, sich dem entgegenzustellen
  • Der Katholische Laienrat Österreichs als grösste Vereinigung der vielfältigen Formen des gemeinschaftlichen Laienapostolats sieht sich hier in besonderer Weise verantwortlich
  • Erster Schritt des Projekts ist eine Ermittlung des Ist-Zustands und laufender Trends.

Die Ausgangslage der Gesellschaft:

Feststellung und Analyse der für die Kirche maßgebenden Veränderungen in der Gesellschaft.

  • Feststellung, inwieweit die Kirche auf die Veränderungen reagiert hat.
  • Einige Beispiele:
    • Veränderter soziologischer Aufbau der Gesellschaft: Früher waren die Lebensräume Familie, Schule, Beruf, Freizeit und Kirche weitgehend deckungsgleich; heute sind sie weit aufgefächert; Folge: mehr aber verdünnte Sozialkontakte, darum Horizonterweiterung, aber auch zunehmende Entsolidarisierung.
    • Entideologisierung im gesellschaftlichen Leben: Entwertung der Ideologien (=auf eigene Ziele zurechtgestutzte Wertordnungen), aber auch Verlust an Idealismus, Trend zum Pragmatismus, weniger Orientierungsmöglichkeit an Wertordnungen, mehr Populismus und Egoismus.
    • Das Beinahe-Monopol der Kanzel wird ersetzt durch wachsende Fülle verschiedenster unterschiedlich wertvoller Information und Einflussnahme durch die neuen Medien.
  • Aber auch: Die Menschen wehren sich gegen diese Entwicklungen und suchen, teilweise noch undeutlich, nach Orientierungsmöglichkeiten und Ordnungsrahmen für ihr Handeln.

Folgen für das Wirken der Kirche:

  • Viele altbewährte Mittel greifen nicht mehr.
  • Ein Spannungsfeld zwischen zentraler Leitung und Effizienz vor Ort wird spürbar. Kontakt zur "Basis" wird schwieriger
  • Autorität wird nur anerkannt, wenn sie einsichtig ist, rein formale Autorität wirkt nicht mehr
  • Die Vermittlung der kirchlichen Lehre erfolgt oft in nicht mehr ganz verständlicher Sprache
  • Aber auch: Dem allem wirkt das 2. Vaticanum entgegen, dessen Erkenntnisse aber nur schrittweise verwirklicht werden. Zu den Amtsstrukturen der Kirche und den Orden treten immer neue Formen gemeinschaftlichen Laienapostolats hinzu, die die Eigenverantwortung der Laien und das partnerschaftliche Engagement allmählich entwickeln.

Aufgaben des Projekts Bauplatz Kirche Österreich:

  • Einladung an die Mitgliedsgemeinschaften des Laienapostolats, sich am Projekt zu beteiligen und anhand der gegebenen allgemeinen Situation und ihrer Analyse in der eigene speziellen Arbeitsweise und auf ihrem Arbeitsfeld zu überprüfen.
  • Einladung an Sie zur Zusammenarbeit dabei mit anderen "verwandten" Gemeinschaften mit ähnlichen Arbeitsweisen und -zielen.
  • Laufende gegenseitige Information und Erfahrungsaustausch.
  • Gemeinsame Entwicklung von Strategien und eines arbeitsteiligen Einsatzes mit Ausnützung von Synergieeffekten in der Zusammenarbeit.
  • Einsetzung von Studiengruppen f¨r schwierigere gemeinsame Fragen.

Steuerung und Vernetzung im Projekt

  • Eine Steuerungsgruppe sorgt für die Promotion des Projekts, unterstützt die Gemeinschaften beim Start und Ihrer laufenden Arbeit, fördert die gegenseitige Information und den Erfahrungsaustausch zwischen Ihnen und organisiert die Öffentlichkeitsarbeit dazu.
  • Gleichzeitig baut die Steuerungsgruppe ein gemeinsames digitales Netzwerk auf, durch das nicht nur enge Verbindungen nach allen Seiten sondern auch eien beachtliche Einsparung an Finanz-, Verwaltungs- und Zeitaufwand bewirkt wird.
  • Über dieses Netzwerk soll dann auch die Verbindung zwischen dem Projekt und interessierten Personen im ganzen Land aufgebaut werden (Website, Chatrooms, u.ä.), um auf diese Weise wieder einen dichtigeren Kontakt der Kirche zu den Menschen herzustellen.
  • Sie hält für das Projekt Verbindung zum Episkopat, zu den Priestern und Ordensleuten, zu den katholischen Fakultäten und anderen kirchlichen Institutionen in Österreich, aber auch zu den Nachbarländern und zum Pästlichen Rat für die Laien.

Einige Abschließende Anmerkungen:

  • Unsere Apostolatsgemeinschaften beginnen hier nicht in der Stunde Null; sie steigen dort zu, wo sie gerade sind.
  • Alles was getan wird, soll in einer guten Kombination zwischen aufrüttelnden "Events" und Arbeit entlang einer langfristigen Planung geschehen.
  • Bei unserer Situationsanalyse werden wir nicht mehr Zeitgemäßes oder auch Überholtes vorfinden, das einem Aggiornamento zugeführt bzw. aufgegeben werden sollte. Auch sollen ganz neue Aufgaben einsatzbereite Menschen finden.
  • Die Laien haben ihren Auftrag zur Mitarbeit am Werden des Reiches Gottes durch Taufe und Firmung erhalten. Zugleich sind sie in die Gemeinschaft der Kirche so eingebunden, dass sie sich in ihrem Rahmen einfügen. So bieten Sie Solidarität in der Gemeinschaft der Kirche und dürfen auch von dort Solidarität erwarten.