Stellungnahmen & Vorträge

Beschlüsse der Vollversammlung vom 11. März 2005

Resolution zur "Euthanasie-Diskussion im Rahmen des Europarates"

Auf der Europaratsebene ist neuerlich ein Entwurf in Behandlung, der - wenngleich unter verharmlosendem Namen - den 46 Mitgliedsstaaten die Straffreigabe gewisser Formen der aktiven Sterbehilfe (=Euthanasie) empfehlen will. Der Katholische Laienrat Österreichs bekräftigt daher neuerlich, im Einklang mit der Entschließung des Österreichischen Nationalrates vom 13. Dezember 2001, die auf einem Antrag aller vier im Parlament vertretenen Parteien fußt, - jede aktive Tötung von Menschen - und sei es auch unter dem Titel falsch verstandener "Hilfe" - abzulehnen, im Gegensatz dazu auf Palliativmedizin, Hospize, Hospizkarenz und liebevolle Begleitung zu setzen. Das ist der österreichische, menschliche und aus unserer Motivation heraus christliche Weg. Wir appellieren an die Mitglieder der "Parlamentarischen Versammlung des Europarates", insbesondere an die österreichischen Abgeordneten, dafür zu sorgen, dass die seinerzeitige "EMPFEHLUNG 1418(1999) betreffend den Schutz der Menschenrechte und der Würde todkranker und sterbender Menschen" vom 25. Juni 1999 aufrecht bleibt und die neue MARTY - Vorlage "Assistance to ill persons at end of life" im Rahmen der April - Session in Straßburg abgelehnt wird.

Resolution zum Thema Abtreibung, Begleitende Maßnahmen

(Grundresolution von der Katholischen Aktion anbei) Die Vollversammlung des Katholischen Laienrates Österreichs schließt sich der Resolution der Frühjahrskonferenz der Katholischen Aktion Österreichs vom 25./26.2.2005 vollinhaltlich an und beauftragt den Vorstand, in diesem Sinne bei Regierung und Parlament vorstellig zu werden. Resolution der Frühjahrskonferenz der KAÖ, 25.-26. 2. 2005, Eisenstadt Die Einführung der Straffreiheit für eine Abtreibung in den ersten drei Monaten – die „Fristenregelung" – vor dreißig Jahren entbindet den Staat entsprechend der Bundesverfassung nicht von seiner primären Verpflichtung zum umfassenden Schutz des menschlichen Lebens. Die damals seitens des Gesetzgebers versprochenen „flankierenden Maßnahmen" wurden bis heute nicht umgesetzt. Weil uns aus christlicher Überlegung der umfassende Schutz des Leben wichtig ist, stellt sich die Katholische Aktion Österreich nachdrücklich hinter den Forderungskatalog der „Aktion Leben Österreich" und fordert von der Bundesregierung die prioritäre Umsetzung nachfolgender Maßnahmen: 1. Beratung im Schwangerschaftskonflikt: Verpflichtende räumliche und personale Trennung von Beratung und Durchführung der evtl. Abtreibung. (Der/die medizinisch beratende Arzt/Ärztin darf nicht der/die durchführende Arzt/Ärztin sein.) Verankerung einer Bedenkzeit von mind. 3 Tagen zwischen Beratung und evtl. Abbruch. Die Beratung soll in einem gut ausgebauten, finanziell abgesicherten und entsprechend bundesweit kontinuierlich beworbenen Netz von Schwerpunkt-Beratungsstellen durch spezifisch geschulte ExpertInnen vorgenommen werden. Um die Beratungsqualität sicher zu stellen, ist die psycho-soziale Fachausbildung um ein eigenes – neu zu schaffendes und verpflichtendes – Curriculum zu ergänzen und entsprechend finanziell abzusichern. 2. Statistik und Motivforschung Statistische Erfassung ALLER in Österreich vorgenommenen Schwangerschaftsabbrüche (anonymisierte, ärztliche Meldepflicht) sowie regelmäßige, wissenschaftlich fundierte Forschung über Motive und Umstände, die Frauen zu dieser Entscheidung geführt haben. Folgende Maßnahmen fordert die KAÖ mittelfristig:
  • Angebot psychosozialer Beratung vor, während und nach der pränatalen Diagnose.
  • Keine Spätabtreibungen aufgrund eugenischer Indikation (Verdacht auf oder Diagnose von Behinderung).
  • Väter und Mütter stehen von Anfang an in gemeinsamer Verantwortung, daher ist die Einbeziehung der werdenden Väter in den Entscheidungsprozess unumgänglich.
  • Verstärkte Bewusstseinsbildung – vor allem Jugendlicher – für einen umfassenden Schutz des menschlichen Lebens.

Resolution zum Thema Zweidrittelmehrheit in Schulsachen

Der KLRÖ tritt der „Plattform zur Beibehaltung der Zweidrittelmehrheit bei wichtigen Schulgesetzen sowie für Stabilität und Sicherheit bei Schulgesetzen" bei.