Forum Ostarrichi

Forum österreichischer Katholiken 2011

Laienchrist/inn/en sind berufen zur Gestaltung des kirchlichen Lebens und zur Mitverantwortung

Sich auf diese grundsätzliche Überzeugung vertiefend zu besinnen und neue Formen der Zusammenarbeit mit Priestern und Bischöfen in dieser Aufgabe zu überlegen, das war das Thema des „Forums österreichischer Katholiken“, zu dem der Katholische Laienrat Österreichs vom 2. – 5. Juni 2011 in das Stift St. Georgen am Längsee eingeladen hatte.

Aufgrund des gemeinsamen Priestertums aller Gläubigen sollen die Dienste, aber auch die Ämter in der katholischen Kirche, die nicht ausschließlich an die Weihe gebunden sind, Frauen und Männern aus dem Laienstand offen stehen; sie sollen dazu bestellt und auch gesendet werden. Selbst an der Gemeindeleitung können Laien mehr oder minder großen Anteil übernehmen, wofür es ja verschiedene Modelle in einigen Diözesen gibt. Die Laien sehen sich allerdings hier nicht als Lückenbüßer, solange der derzeitige bzw. zukünftig wohl noch größere Priestermangel herrscht, sondern erfüllen so ihren ureigenen Auftrag und ihre Verantwortung für die Erhaltung überschaubarer Gemeinden. Dabei muss nicht nur an territoriale Pfarrgemeinden, sondern auch „Gemeinden“ in der kategorialen Seelsorge, in katholischen Organisationen, Vereinigungen und Bewegungen gedacht werden.

Diözesan- und Referatsbischof Dr. Alois Schwarz machte auf die ebenfalls schwierige Situation der ersten Gemeinde nach der Himmelfahrt Jesu aufmerksam. Frau Univ. Prof. Dr. Sabine Demel aus Regensburg gab den grundlegenden Überblick von der Communio-Theologie des 2. Vatikanums über den Kodex aus dem Jahre 1983 bis zu ihren aufmunternden Erwartungen an zukünftige Entwicklungen. Herr Univ. Prof. Dr. Johann Pock schilderte die Aufgaben innerhalb der Grundfunktionen der Pfarrgemeinde. Dr. Wolfgang Müller, der Sprecher der Pfarrgemeindereferent/inn/en, behandelte die Zusammenarbeit im Pfarrgemeinderat zwischen Ideal und Wirklichkeit. Kurze Berichte aus unterschiedlichen „Gemeinden“ brachten Beispiele aus der Praxis in die Gespräche ein.

Aus den Ergebnissen der Gesprächsgruppen und den Plenumsdiskussionen soll eine Aussage des Katholischen Laienrats zur Mitgestaltung und Mitverantwortung der Laienchrist/inn/en entstehen.