Stellungnahmen & Vorträge

Zur Zulassung der nachtridentinischen Messe

Die a. o. Vollversammlung des KLRÖ hat am 26. Augsut 2007 zur Zulassung der nachtridentinischen Messe als außerordentlichen Ritus die folgende Stellungnahme beschlossen und der Bischofskonferenz und allen Mitgliedsorganisationen zugesandt. Stellungnahme des KLRÖ zur Diskussion um die Zulassung der Messfeier in der nachtridentinischen Form

- Der KLRÖ sieht die Erlaubnis, den Gottesdienst wieder in der nachtridentinischen Form feiern zu dürfen, als ein Zugeständnis an kleine Gruppen in der Katholischen Kirche. Es kann mit der Freiheit der Gläubigen begründet werden.

- Der KLRÖ sieht es aber als für die Katholische Kirche grundlegend wichtig an, dass in der alltäglichen und allsonntäglichen Messe die folgenden Grundsätze aus der Konstitution über die heilige Liturgie des 2. Vatikanums verwirklicht werden:

-  „Darum sollen die Seelsorger bei liturgischen Handlungen darüber wachen, dass nicht bloß die Gesetze des gültigen und erlaubten Vollzugs beachtet werden, sondern auch dass die Gläubigen bewusst, tätig und mit geistlichem Gewinn daran teilnehmen." (Nr. 11)

- „Die Mutter Kirche wünscht sehr, alle Gläubigen möchten zu der vollen, bewussten und tätigen Teilnahme an den liturgischen Feiern geführt werden, wie sie das Wesen der Liturgie selbst verlangt und zu der das christliche Volk ... kraft der Taufe berechtigt und verpflichtet ist." (Nr. 14)

- „Bei den liturgischen Feiern soll jeder, sei er Liturge oder Gläubiger, in der Ausübung seiner Aufgabe nur das und all das tun, was ihm aus der Natur der Sache und gemäß den liturgischen Regeln zukommt." (Nr. 28)

- „Auch die Ministranten, Lektoren, Kommentatoren und Mitglieder der Kirchenchöre vollziehen einen wahrhaft liturgischen Dienst." (Nr. 29)

- „Um die tätige Teilnahme zu fördern, soll man den  Akklamationen des Volkes, den Antworten, dem Psalmengesang, den Antiphonen, den Liedern sowie den Handlungen und Gesten und den Körperhaltungen Sorge zuwenden. Auch das heilige Schweigen soll zu seiner Zeit eingehalten werden." (Nr. 30)

- Der KLRÖ sieht in der Feier der heiligen Messe in der Muttersprache gemäß den von der Bischofskonferenz approbierten liturgischen Büchern den Regelfall. Die Möglichkeit für Gruppen von Gläubigen, in der Messliturgie die lateinische Sprache zu verwenden, hat auch im neuen Ordo Missae seit dem 2. Vatikanum immer bestanden (Vgl. Nr. 36 und 54) und ist keineswegs mit der Feier im nachtridentinischen Ritus verbunden.

- Der KLRÖ lehnt aber alle Aufforderungen und jeden Druck, in den Gottesdienstgemeinden etwas einzuführen, was nur erlaubt ist und von den Mitfeiernden der Gottesdienstgemeinde nicht gewünscht wird, entschieden ab.