Stellungnahmen & Vorträge

Position des KLRÖ zum Klonen

Anlässlich der Meldung, dass südkoreanische Ärzte einen menschlichen Embryo geklont hätten, erinnert der Katholische Laienrat Österreichs an die Positionen, die er in den letzten Monaten zu diesen bioethischen Fragen vertreten und bekannt gemacht hat: - Der KLRÖ lehnt nicht nur das reproduktive, sondern auch das sogenannte therapeutische Klonen von Menschen aus ethisch-moralischen Gründen ab. - Der KLRÖ dankt allen Wissenschaftern, die in der jetzt wieder aufflammenden Diskussion die ethischen, aber auch die medizinischen und psychologischen Argumente aufzeigen, die gegen das Klonen von Menschen sprechen, und auf die unabsehbaren Folgen hinweisen. - Der KLRÖ unterstützt auch die Bemühungen, z.B. der österreichischen Bundesregierung, ein weltweites Verbot des Klonens von Menschen zu erreichen. - Der KLRÖ lehnt jede entgeltliche und unentgeltliche Verwertung von lebenden oder absichtlich getöteten Embryonen oder Föten ab. - Der KLRÖ unterstützt alle Bemühungen, die Förderung der verbrauchenden Embryonenforschung durch EU-Mittel zu verhindern. Die knappen Steuermittel sollen für alternative Forschungsprogramme auf dem Gebiet der Stammzellenforschung verwendet werden, die mit ethisch nicht umstrittener Forschung die gewünschten Ziele anstreben (z.B. Forschung mit adulten Stammzellen). - Der KLRÖ lehnt auch die Präimplantationsdiagnostik als Mittel der Selektion von Embryonen ab. Aus all diesen Gründen unterstützt der KLRÖ die derzeit laufende Parlamentarische Initiative der "Aktion Leben" und hat alle seine Mitgliedsorganisationen aufgerufen, Unterschriften zu leisten und zu sammeln. 17.2.2004